Der Messias wurde im vorhergesagten Jahr getötet!

Eine erstaunliche Prophezeiung!

Der Prophet Daniel, der etwa sechshundert Jahre vor Christus lebte, sagte mit erstaunlicher Genauigkeit das Jahr voraus, in dem der Messias umgebracht werden würde: es war das Jahr, in dem Jesus gekreuzigt wurde.

Wer sich unvoreingenommen mit dieser Prophetie beschäftigt, wird erkennen, dass das Warten auf einen anderen Messias zwecklos ist. Der Talmud erklärt: »Die für das Kommen des Messias festgesetzte Zeit ist verstrichen, doch der Messias ist nicht gekommen.« Da der Talmud Jesus als Messias abgelehnt hatte, blieb ihm keine andere Lösung, als Gott zum Lügner zu erklären, weil Er Sein Versprechen nicht gehalten hat und die vorausgesagte Zeit für das Kommen des Messias verstreichen ließ, ohne Sein Wort zu halten.

Sehen wir uns doch einmal den Bibeltext an: »Siebzig (Jahr-) Wochen sind verhängt über dein Volk und über deine heilige Stadt«, erklärte der Erzengel Gabriel dem Daniel etwa 538 v. Chr., »dann wird dem Frevel ein Ende gemacht und die Sünde abgetan und die Schuld gesühnt, und es wird ewige Gerechtigkeit gebracht und Gesicht und Weissagung erfüllt und das Allerheiligste gesalbt werden. So wisse nun und gib acht: Von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wieder aufgebaut werden, bis ein Gesalbter, ein Fürst, kommt, sind es sieben Wochen; und zweiundsechzig Wochen lang wird es wieder aufgebaut sein mit Plätzen und Gräben, wiewohl in kummervoller Zeit. Und nach den zweiundsechzig Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und nicht mehr sein … « (Dan. 9,24-26).

Das ergäbe insgesamt 69 (Jahr-) Wochen, oder anders gesagt: neunundsechzig mal sieben, also vierhundertdreiundachtzig Jahre, angefangen von dem Zeitpunkt, da der Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems erteilt wurde, bis zum Tode des Messias.

Und nun wollen wir die tatsächlichen Ereignisse prüfen:

König Xerxes (Artaxerxes) von Persien begann seine Herrschaft im Jahre 465 v. Chr. Im Kapitel 2 des Buches Nehemia lesen wir, dass er im zwanzigsten Jahr seiner Herrschaft den Wiederaufbau Jerusalems erlaubte. Mit anderen Worten: es waren neunzehn Jahre vergangen, die wir abziehen müssen. Folglich wurde der Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems im Jahre 446 v. Chr. gegeben.

Gemäß der Prophetie würde der Messias vierhundertdreiundachtzig Jahre nach diesem Ereignis getötet werden. Um der Genauigkeit willen sollten wir daran denken, dass DanieI das Jahr nach dem alt jüdischen Kalender berechnet hat, das aus dreihundertsechzig Tagen bestand, im Gegensatz zu unserem Kalenderjahr, das dreihundertfünfundsechzig und einen viertel Tag hat.

Das bedeutet, dass wir das jüdische Kalenderjahr auf unsere gegenwärtige Zeitrechnung umwandeln müssen:

483 Jahre mal 360 Tage (entsprechend dem hebräischen Kalender) ergeben 173.880 Tage.

173.880 Tage geteilt durch 365 1/4 (unser heutiges Kalenderjahr) ergeben 476 Jahre.

Also müssen vom Jahre 446 v. Chr. vierhundertsechsundsiebzig Jahre bis zum Tode des Messias verstreichen. Mit anderen Worten: dieses Ereignis würde nach unserem Kalender in das Jahr 30 n. Chr. fallen.

Die Kreuzigung Jesu fand in genau diesem Jahr statt.

Es ist eine wohlerwiesene Tatsache, dass im sechsten Jahrhundert n. Chr., als man die Trennung zwischen vor- und nachchristlicher Zeit vornahm, ein mathematischer Fehler bei der Berechnung gemacht worden ist. Die Geburt Christi wurde auf ein Datum festgesetzt, das vier Jahre nach Seiner tatsächlichen Geburt liegt. Das Jahr 30 n. Chr. ist nach unseren modernen Berechnungen in Wirklichkeit das vierunddreißigste Lebensjahr Jesu. Und in Seinem vierunddreißigsten Lebensjahr, im Jahre 30 der christlichen Zeitrechnung, wurde Jesus, genau wie Daniel es vorhergesagt hatte, gekreuzigt.

Es dauerte nicht lange, bis Gottes Rache zuschlug. Daniel hatte geweissagt, nach dieser unvergleichlichen Missetat »kommt das Ende durch eine Flut, und bis zum Ende wird es Krieg geben wurmbrandund Verwüstung, die längst beschlossen ist« (Dan. 9,26).

Wir wissen, dass wenig später Titus’ Armee Palästina verheerte, dass das Land völlig verwüstet, der Tempel niedergebrannt und keine Opfer mehr dargebracht wurden.

Raschi, einer der führenden Bibelkommentatoren, hat erkannt, dass Titus diese Prophezeiungen erfüllte. In diesem Fall muss aber der Messias ein Mann sein, der umgebracht wurde, ehe Titus seinen großen Triumph genoss. Dieser Mann ist Jesus; es kann kein anderer sein.


Richard Wurmbrand

Quelle: Christus auf der Judengasse

2 Antworten

  1. Hmm, ich kenne mich leider mit Prophetie nicht so gut aus. Aber mit dem Danielbuch haben doch auch die Zeugen Jehovas das Ende vorausgesagt, und die Adventisten ebenso. Also es haben sich damit schon einige „verrechnet“. Vielleicht wäre es hilfreich, also besser nachzuvollziehen, wenn du die entsprechenden Kommentare und Stellen posten würdest, z.B. Raschi und dann halt auch plausibel machen würdest, dass diese Verwüstung stattfindet nachdem der Messias abgeleht wurde, mit dem Buch Daniel.
    In dem Artikel, sagst du da (zusammenfasssend) dass Daniel das Kommen des Messias voraussagte, was auch dann im Talmud die jüdischen Führer erkannten. Dann haben sie aber den Messias „verpasst“, was auch in Daniel prophezeit wird. Das haben sie aber nicht gemerkt. Allerdings haben sie im Nachhinein aber wieder die Prohetie danach geglaubt, die aus dem verpassen des Messias resultiert (Verwüstung).
    Irgendwie ist das für mich nicht so logisch. Wenn das so wäre mit dem Raschi, und er das tatsächlich so feststellte mit dem Daniel, warum hat er sich nicht dann gefragt, wer der verpasste Messias hätte sein können?
    Also der Text könnte mehr Zitate und Quellenangaben vertragen und ebenso eine detailliertere Erklärung.

    • Hallo,
      Danke für Deinen Kommentar. Zuerst, der Artikel stammt nicht von mir sondern von Richard Wurmbrand. Richard Wurmbrand war Jude. Von Juden, die den Messias angenommen haben, können wir Christen viel lernen. Sie haben von ihrer Jahrtausende alten Geschichte mit dem Alten Testament, ein Hintergrundwissen welches wir Christen uns, wenn überhaupt, nur mühsam aneignen können.
      Von Richard Wurmbrand habe ich einige Bücher gelesen. Er war viele Jahre in Rumänien im Gefängnis, wegen seines Glaubens. Seine Bücher sind lesenswert.
      Weil für mich seine Aussagen fundiert und nachvollziehbar sind, habe ich den Artikel, so wie er ist, übernommen.
      Das Danielbuch ist in Teilen schwer verständlich, aber es gibt gute Auslegungen. (z.B. Wuppertaler Studienbibel) Im Artikel geht es nicht um eine Vorausberechnung, sondern um eine im Nachhinein durchgeführte Berechnung.
      Bei Vorausberechnungen bin ich sehr vorsichtig. Vorausberechnungen sind nicht die Aufgabe von uns Christen. Unsere Aufgabe ist es wachsam zu sein.
      Hier mache ich erst einmal Schluß. Vielleicht können wir ja ins Gespräch kommen.
      Joachim

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